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Patienteninformation
Zahnimplantate Essen

Die Behandlung

Fragen in Zusammenhang mit Implantaten sollten ehrlich beantwortet werdenBisher haben wir nur über Probleme mit der Prothese und über Implantate ganz allgemein gesprochen. Jetzt ist die eigentliche Behandlung an der Reihe. Der Einfachheit halber teilen wir den Ablauf der Behandlung wie folgt ein:

  • Die Voruntersuchung
  • Die Operation
  • Die Einheilungsphase
  • Das Freilegen der Implantate
  • Das Anfertigen der Suprastruktur (Brücke, Prothese)

Die Voruntersuchung
Bevor die Entscheidung getroffen werden kann, ob bei einem Patienten aus Essen Implantate als Therapie überhaupt in Frage kommen, muss der Zahnarzt genau wissen, wie es um den Patienten bestellt ist. Dazu wird er zunächst einige Fragen zum Gesundheitszustand stellen.
Im Folgenden ist als Beispiel eine typische Fragenliste (Download Frageliste Implantate) abgedruckt.

  1. Sind Sie gesund?
  2. Befinden Sie sich zurzeit in ärztlicher Behandlung?
  3. Haben oder hatten Sie Probleme mit Schilddrüse oder Nieren?
  4. Sind Sie jemals bestrahlt worden?
  5. Leiden Sie an Diabetes (Zuckerkrankheit)? Wenn ja, spritzen Sie Insulin?
  6. Nehmen Sie eines der folgenden Medikamente ein?
    • Antibiotika, zum Beispiel Penicillin
    • Müssen Sie bei einer Operation Antibiotika einnehmen?
    • Blutverdünnende Mittel (z.B. Marcumar)
    • Medikamente gegen Angina Pectoris
    • Mittel gegen Migräne
    • Mittel gegen Allergien, Husten, Asthma, Bronchitis
    • Medizin für Magen oder Darm
    • Schmerzmittel (z.B. bei Rheuma)
    • Hormonpräparate (Prednison, Cortison)
    • Andere Medikamente
  7. Reagieren Sie überempfindlich (allergisch) auf Metalle, Medikamente oder andere Stoffe?
  8. Wann sind die letzten Zähne gezogen worden?
  9. Warum wurden die Zähne gezogen? Karies, Zahnfleischprobleme ("Parodontose"), andere Gründe
  10. Wie viele (totale) Prothesen haben Sie bis jetzt gehabt?
  11. Wie alt ist die Prothese, die Sie jetzt tragen?
  12. Wann tragen Sie die Prothese? Tag und Nacht, nur tagsüber, ab und zu, nie?
  13. Haben Sie schon einmal Schmerzen oder ein Knacken im Kiefergelenk bemerkt?
  14. Pressen oder Knirschen Sie schon mal mit den Zähnen? Tagsüber oder nachts?

Einige der Fragen sind wichtig für die Vorbereitung und Durchführung der Operation (zum Beispiel Herz-/Kreislauferkrankungen). Die meisten Fragen zielen aber darauf herauszufinden, ob Probleme vorliegen, die den Patienten normalerweise wenig beeinträchtigen, aber doch eventuell zu Komplikationen bei Implantaten führen können. Die Antworten auf alle Fragen sind für den behandelnden Zahnarzt sehr wichtig.

Ehrliches Antworten auf alle Fragen ist daher auch für den Patienten im Hinblick auf erfolgreiches Implantieren wichtig.

Nach der Befragung wird der Zahnarzt die Mundhöhle untersuchen, sofern er den Patienten noch nicht kennt. Er wird gezielt nach möglicherweise problematischen Gebieten suchen. So schaut er zum Beispiel danach, wie hoch und wie breit der Kiefer ist und wie das Zahnfleisch aussieht. Diese Untersuchung ist sehr wichtig, um abschätzen zu können, ob der Kiefer für Implantate geeignet ist. Der Zahnarzt sieht dann auch, ob der Kiefer eventuell eine scharfe Knochenkante hat, die während der Operation abgetragen werden muss, um einen flachen (oder etwas runden) Kiefer zu erhalten, in den man gut implantieren kann. Die Höhe dieser abzutragenden Knochenkante muss später von der auf dem Röntgenbild sichtbaren Knochenhöhe abgezogen werden.

Außerdem werden Gesundheit und Dicke des Zahnfleisches im Implantationsgebiet beurteilt. Allein visuelle Begutachtung und Tasten liefern bereits viele wichtige Informationen über den Kiefer. Da natürlich Zahnfleisch über dem Knochen sitzt, kann die Form des Knochens nicht ganz genau bestimmt werden. In den Fällen, wo das Zahnfleisch sehr dick ist (zum Beispiel im Oberkiefer an der Gaumenseite) wird der Zahnarzt mit einer Sonde die Dicke genau ausmessen, um die wirkliche Breite des Knochens berechnen zu können.

  • Fragen zum Gesundheitszustand müssen ehrlich beantwortet werden.
  • Bei der ersten Untersuchung der Mundhöhle wird deren Zustand beurteilt.

Die Röntgenuntersuchung
Wenn sowohl die Fragen als auch die Untersuchung der Mundhöhle keine Kontraindikation für Implantate ergeben haben, werden im nächsten Schritt Röntgenbilder angefertigt. Die Röntgenbilder werden nach eventuellen (krankhaften) Veränderungen im Knochen abgesucht. Das können zum Beispiel Wurzelreste sein oder alte Entzündungen. In den meisten Fällen wird jedoch alles in Ordnung sein, und die Fotos werden gebraucht, um den Knochen zu vermessen und zu bestimmen, ob und wenn ja, welche Implantatgröße und -länge in Frage kommt.

Röntgenbilder müssen auch nach dem Implantieren regelmäßig angefertigt werden, damit der Zustand des Knochens um die Implantaten herum beurteilt werden kann. Die Bilder werden verglichen mit den Röntgenbildern, die kurz nach dem Implantieren angefertigt wurden.

Da ein Röntgenbild gegenüber der Wirklichkeit immer leicht vergrößert, wird der Zahnarzt an dem Bild seine Messungen vornehmen und anschließend die Vergrößerung wieder zurückrechnen. Manchmal wird hierzu für die Dauer der Röntgenaufnahme eine Platte mit kleinen runden Kügelchen in den Mund gesetzt. Die Kügelchen sind später auf dem Bild sichtbar und werden gebraucht, um die Vergrößerung genau zu berechnen. Vor allem in Gebieten, wo die Gefahr besteht, etwas zu verletzen (zum Beispiel im hinteren Bereich des Unterkiefers, wo der Nerv verläuft), ist die Kenntnis des Vergrößerungsfaktors von besonderer Wichtigkeit.

  • Ohne Röntgenbilder können keine Implantate gesetzt werden.
  • Auch bei den späteren Kontrolluntersuchungen müssen regelmäßig Röntgenbilder angefertigt werden.

Der Zahnarzt kann jetzt beurteilen, ob es möglich ist zu implantieren. Der Einsatz von Implantaten ist aber nicht nur eine rein technische Angelegenheit. Der Zahnarzt wird sich in diesem Gespräch von der Bereitschaft des Patienten zur Mitarbeit überzeugen wollen, sofern dies noch nicht in einer früheren Sitzung geschehen Denn ohne die Mitarbeit des Patienten, geht es immer daneben. Der Patient ist derjenige, der die Implantate täglich sauber halten und regelmäßig zur Kontrolle erscheinen muss. Wird eins von beiden vernachlässigt, kann großer Schaden Kiefer entstehen. Der Zahnarzt wird dies dem Patienten eindringlich klarmachen und auch auf weitere eventuelle Risiken der Behandlung eingehen. Anschließend wird der Zahnarzt dem Patienten verschiedene Behandlungsvorschläge bezüglich der Suprakonstruktion machen und deren Vor- und Nachteile erläutern. Im weiteren Gesprächsverlauf müssen auch für den Patienten so wichtige Fragen wie Erfolgsaussichten der Implantation und voraussichtliche Lebensdauer der Implantate geklärt werden.

Sind Zahnarzt und Patient davon überzeugt, dass Implantate eine gute Lösung die Probleme darstellen, und sind beide zu guter Zusammenarbeit bereit, wird Zahnarzt den Patienten um offizielle Zustimmung zur Operation bitten. Oft sieht er das am liebsten in Form einer schriftlichen Erklärung, die sowohl vom Zahnarzt auch vom Patienten unterschrieben wird.

Zum Schluss wird ein Termin für das Einpflanzen der Implantate vereinbart. Für viele Patienten ist das Implantieren mit Aufregung verbunden, obwohl es im nachhinein dann meistens doch nicht so schlimm war. Die Aufregung macht den Eingriff oft sehr anstrengend und die Wunde kann wenn die Betäubung nachlässt, beginnen zu schmerzen. Wir raten den Patienten daher meistens, zu dieser Sitzung mit einer Begleitperson zu kommen und auch nicht selbst nach dem Eingriff Auto zu fahren.

  • Der Patient darf / muss den behandelnden Zahnarzt alles fragen, was ihn interessiert.
  • Es ist empfehlenswert, zur Operation mit Begleitung zu kommen.


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